Zusammenfassung
Einleitung: Die Nasenseptumdeviation (NSD) und Varianten der Nasenmuscheln wie Concha bullosa und Hypertrophie der unteren Nasenmuschel gehören zu den häufigsten anatomischen Variationen der Nasennebenhöhlen. Sie können den osteomeatalen Komplex einengen, die endoskopische Nasennebenhöhlen- und Schädelbasischirurgie erschweren und zu Symptomen der nasalen Obstruktion beitragen.1, 3
Material und Methoden: Eine strukturierte Suche nach CT- und CBCT-Studien wurde unter Verwendung von Daten aus großen Querschnittskohorten und aktuellen systematischen Übersichtsarbeiten synthetisiert, die die Prävalenz von NSD, Concha bullosa, paradoxer mittlerer Nasenmuschel und Hypertrophie der unteren Nasenmuschel in unselektierten oder rhinologischen Patientenpopulationen über mehrere Kontinente hinweg berichteten.3, 4 Gepoolte Proportionen wurden durch Annäherung gewichteter Mittelwerte aus den größten Serien innerhalb jeder Region und durch Kartierung des NSD-Schweregrads unter Verwendung etablierter Klassifikationsschemata geschätzt.
Ergebnisse: Über repräsentative CT-basierte Kohorten mit insgesamt mehr als 10.000 Erwachsenen hinweg lag bei etwa zwei Dritteln der Patienten eine NSD vor, wobei die meisten Serien eine Prävalenz zwischen 60 % und 80 % berichteten, während eine Minderheit ein gerades oder nahezu gerades Septum aufwies.3, 5 Concha bullosa wurde in etwa einem Drittel der Scans nachgewiesen, paradoxe mittlere Nasenmuschel in einem Viertel und Hypertrophie der unteren Nasenmuschel in etwa einem Fünftel, mit konsistenten Kookkurrenzmustern zwischen NSD und kontralateraler Concha bullosa in CT- und CBCT-Studien.5, 7 Regionale Unterschiede waren moderat: Kohorten aus dem Nahen Osten und Südasien zeigten tendenziell eine etwas höhere NSD-Prävalenz als europäische oder lateinamerikanische Stichproben, während die Raten der Muschelvarianten weitgehend vergleichbar waren.
Schlussfolgerungen: Globale Bildgebungsdaten bestätigen, dass NSD und Varianten der Nasenmuscheln eher die Regel als die Ausnahme sind und dass spezifische Muster – insbesondere hochgradige NSD in Kombination mit ausgedehnter Concha bullosa oder Hypertrophie der unteren Nasenmuschel – bei Patienten gehäuft auftreten, die sich einer Nasennebenhöhlen- und Septumchirurgie unterziehen.2, 10 Eine routinemäßige präoperative CT- oder CBCT-Beurteilung unter Verwendung standardisierter Klassifikationen und quantitativer Abweichungsindizes kann die Risikostratifizierung verbessern, die chirurgische Planung leiten und eine vergleichbarere Berichterstattung über Studien hinweg unterstützen.
Schlüsselwörter: Nasenseptumdeviation; Concha bullosa; Hypertrophie der unteren Nasenmuschel; CT der Nasennebenhöhlen; Anatomische Variation der Nasennebenhöhlen; Metaanalyse; Endoskopische Nasennebenhöhlenchirurgie; Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde; Cone-Beam-CT; Nasale Atemwegsobstruktion.
Einleitung
Die Nasenseptumdeviation (NSD) und Varianten der Nasenmuscheln wie Concha bullosa, paradoxe mittlere Nasenmuschel und Hypertrophie der unteren Nasenmuschel gehören zu den häufigsten anatomischen Variationen der Nasennebenhöhlen, die oft inzidentell in der Bildgebung oder während der endoskopischen Untersuchung festgestellt werden.1, 3 Obwohl leichte Abweichungen häufig asymptomatisch sind, können komplexere Deformitäten den nasalen Luftstrom beeinträchtigen, die Belüftung und Drainage der Nasennebenhöhlen verändern und die technische Schwierigkeit während endoskopischer Nasennebenhöhlen- oder Schädelbasisverfahren erhöhen.2 Das Verständnis ihrer globalen Prävalenz und Kookkurrenz ist daher für die präoperative Planung und für die Interpretation der externen Validität chirurgischer und funktioneller Studien unerlässlich.
Mehrere Klassifikationssysteme für die NSD-Morphologie wurden vorgeschlagen, von älteren deskriptiven Schemata bis hin zu zeitgenössischen CT-basierten Winkel- und Formindizes.1, 2 Ebenso werden Muschelvarianten – einschließlich lamellärer und bulböser Concha bullosa, paradoxer Krümmung der mittleren Nasenmuschel sowie sekundärer oder akzessorischer Nasenmuscheln – in heterogenen radiologischen Serien unter Verwendung uneinheitlicher Terminologie beschrieben.3 Aktuelle systematische Übersichtsarbeiten weisen auf eine erhebliche weltweite Variabilität hin, heben aber auch den Mangel an harmonisierten, datengesteuerten Zusammenfassungen hervor, die sich speziell auf NSD und Muschelvarianten in CT- und CBCT-Kohorten konzentrieren.3, 4
Diese meta-analytische Übersicht aggregiert Prävalenzdaten für NSD und wichtige Muschelvarianten aus repräsentativen bildgebungsbasierten Studien über alle großen geografischen Regionen hinweg, mit besonderem Schwerpunkt auf Mustern, die für die endoskopische Nasennebenhöhlen- und Schädelbasischirurgie relevant sind.
Material & Methoden
Suchstrategie und Studienauswahl
Veröffentlichte CT- und CBCT-Studien, die die Prävalenz von NSD und mindestens einer Muschelvariante in erwachsenen oder gemischten Alterspopulationen berichten, wurden aus radiologischen und HNO-Fachzeitschriften über aktuelle systematische Übersichtsarbeiten und gezielte Datenbanksuchen identifiziert, mit zusätzlichem manuellem Screening von Referenzlisten.3, 4 Studien, die sich ausschließlich auf pädiatrische Kohorten, isolierte Pathologien (z. B. einseitige antrochoanale Polypen) oder postoperative Anatomie konzentrierten, wurden ausgeschlossen. Bei mehreren Berichten desselben Zentrums mit Überlappungen wurde die größte oder methodisch robusteste Serie beibehalten.
Definitionen anatomischer Varianten
NSD wurde allgemein als jede Verlagerung des knorpeligen oder knöchernen Septums von der Mittellinie definiert, die in der koronaren CT oder CBCT erkennbar ist, mit zusätzlicher Unterklassifizierung nach Form (C- oder S-förmig, Leisten-basiert oder komplexe mehrplanare Deviation) oder nach quantitativem Abweichungswinkel unter Verwendung modifizierter Mladina- oder Jonathan-Schemata.1, 5 Concha bullosa wurde typischerweise als Pneumatisation von mehr als 50 % der vertikalen Höhe der mittleren Nasenmuschel definiert, wobei einige Serien auch obere oder untere Concha bullosa separat kodierten.3 Paradoxe mittlere Nasenmuschel, Hypertrophie der unteren Nasenmuschel und sekundäre/akzessorische Nasenmuscheln wurden erfasst, wo explizit berichtet.
Datenextraktion und -synthese
Für jede geeignete Studie wurde, soweit verfügbar, Folgendes extrahiert: Stichprobengröße, Bildgebungsmodalität, Indikation (allgemeine Rhinologie versus präoperative Nasennebenhöhlen- oder Schädelbasischirurgie), Definition und Klassifikation der NSD, Prävalenz von NSD, Concha bullosa, paradoxer mittlerer Nasenmuschel und Hypertrophie der unteren Nasenmuschel sowie grundlegende demografische Daten.4 Da vielen Primärberichten vollständige Varianzmaße fehlten oder aggregierte Tabellen anstelle von rohen Zählungen pro Studie präsentierten, war eine formale Random-Effects-Metaanalyse nicht immer durchführbar. Stattdessen wurden approximative gepoolte Schätzungen als gewichtete Durchschnitte der größten CT- oder CBCT-Serien innerhalb kontinentaler Regionen berechnet und deskriptiv unter Verwendung von Diagrammen zusammengefasst.
Ergebnisse
Globale Prävalenz der Nasenseptumdeviation
Über repräsentative CT-basierte Kohorten aus Indien, dem Nahen Osten, Europa und Lateinamerika hinweg lag bei etwa zwei Dritteln der Erwachsenen eine NSD vor, wobei die individuellen Studienschätzungen typischerweise zwischen 60 % und fast 80 % in allgemeinen rhinologischen Populationen reichten.3, 4 Beispielsweise berichtete eine indische CT-Serie von 200 symptomatischen Erwachsenen über NSD in 78,8 % der Scans, während multizentrische Übersichten zu anatomischen Variationen der Nasennebenhöhlen durchgängig NSD bei mehr als der Hälfte der gepoolten Probanden fanden.4, 6 Im Gegensatz dazu waren wirklich mittelliniengetreue oder nur minimal deviierte Septen bei etwa einem Viertel bis einem Drittel der bildgebend untersuchten Erwachsenen vorhanden, was das Konzept bekräftigt, dass ein gewisser Grad an NSD die anatomische Norm und keine Ausnahme darstellt.
Abbildung 1: Globale CT-basierte Prävalenz jeglicher Nasenseptumdeviation
Ungefähre gepoolte Proportion von Erwachsenen mit jeglicher Nasenseptumdeviation gegenüber geradem oder nahezu geradem Septum über große CT- und CBCT-Kohorten hinweg.
Muster und Schweregrade der Septumdeviation
Die meisten CT-Serien unterschieden einfache C-förmige Deviationen, S-förmige oder doppelt gekrümmte Deformitäten und fokale Sporne, die manchmal in siebentypige Klassifikationen nach Mladina oder Jonathan eingeordnet wurden.1, 5 In indischen und nahöstlichen CT-Kohorten machten einfache einseitige Deviationen etwa 40–50% der NSD-Fälle aus, S-förmige Deviationen 20–25%, während isolierte knöcherne Sporne oder komplexe Mischdeformitäten den Rest ausmachten.4 Wo quantitative Abweichungswinkel berichtet wurden, überwog die milde NSD (etwa 5–10°), aber 15–25% der Patienten in chirurgischen Serien zeigten Winkel über 15°, was einen höhergradigen Defekt widerspiegelt, der klinisch wahrscheinlich in Bezug auf Luftstrom oder endoskopischen Zugang signifikant ist.5
Abbildung 2: Verteilung der NSD-Schweregrade bei Erwachsenen mit Deviation
Veranschaulichende Aufschlüsselung der Schweregrade der Nasenseptumdeviation basierend auf Abweichungswinkel-Kategorien in Bildgebungs-Kohorten, die quantitative Messungen berichteten.
Prävalenz von Conchavarianten
Die Concha bullosa der mittleren Muschel ist eine der am umfassendsten berichteten Varianten, wobei CT-Studien aus Indien, Iran, Europa und Nordamerika eine Prävalenz zwischen 30% und 50% bei symptomatischen Erwachsenen beschreiben.3, 6 In der 200-Patienten-indischen CT-Kohorte war eine Concha bullosa in 32,7% der Scans vorhanden, während westliche und nahöstliche Serien basierend auf jeweils mehreren hundert Patienten Raten im mittleren 35%- bis niedrigen 40%-Bereich berichteten.4, 7 Eine paradoxe mittlere Muschel trat bei etwa 20–30% der Erwachsenen auf, und eine untere Muschelhypertrophie oder -pneumatisation in etwa 15–25%, oft koexistierend mit NSD und zur Einengung des osteomeatalen Komplexes beitragend.4, 10
Große CT- und CBCT-Datensätze zeigen konsistent eine starke Assoziation zwischen unilateraler oder dominanter Concha bullosa und kontralateraler NSD, wohingegen das alleinige Vorhandensein einer Concha bullosa nicht zuverlässig eine Kieferhöhlen- oder Siebbeinerkrankung vorhersagt.6, 7 Diese Befunde unterstützen die Ansicht, dass NSD und Concha bullosa primär koordinierte Entwicklungsvarianten darstellen und keine einfachen Ursache-Wirkungs-Beziehungen.
Abbildung 3: Gepoolte Prävalenz wichtiger Conchavarianten in CT/CBCT-Kohorten
Ungefähre Prävalenz von Concha bullosa, paradoxer mittlerer Muschel und unterer Muschelhypertrophie, abgeleitet aus repräsentativen Bildgebungsserien.
CT versus CBCT Detektionsmuster
Die traditionelle Mehrzeilen-CT bleibt die primäre Modalität für die präoperative Beurteilung der Nasennebenhöhlen und der Schädelbasis, aber die dentale CBCT liefert zunehmend hochauflösende Daten zu Nasenseptumdeviationen (NSD) und Nasenmuschelvarianten, insbesondere in kieferchirurgischen und Implantatplanungs-Kohorten.5, 10 CBCT-Serien aus Zahnkliniken in Europa und Brasilien berichten eine NSD-Prävalenz von etwa 60–70 % und eine Concha bullosa bei etwa einem Drittel der Erwachsenen, was trotz Unterschiede im Sichtfeld und der Patientenindikation eng mit den Ergebnissen von Sinus-CT-Studien übereinstimmt.5, 10
Quantitative Ansätze, einschließlich des aus CBCT- und CT-Datensätzen abgeleiteten Nasenseptumdeviation-Index (NSDI), ermöglichen eine Graduierung des Abweichungsschweregrads auf einer kontinuierlichen Skala und haben gezeigt, dass selbst moderate Winkelabweichungen eine erhebliche Asymmetrie der Querschnittsfläche der Nasenhöhle verursachen können.5 In Kombination mit objektiven Atemwegsmetriken können solche Indizes eine klinische Obstruktion besser vorhersagen als die Morphologie allein und ermöglichen reproduzierbarere Einschlusskriterien in zukünftigen Studien.
Abbildung 4: Repräsentative NSD- und Concha-bullosa-Raten nach Bildgebungsmodalität
Vergleich der ungefähren Prävalenz jeglicher Nasenseptumdeviation und Concha bullosa, berichtet in großen CT- versus CBCT-Kohorten.
Regionale Unterschiede in der Prävalenz
Systematische Übersichtsarbeiten, die CT-Studien aus Asien, dem Nahen Osten, Europa und Amerika zusammenfassen, zeigen weitgehend ähnliche Bereiche für NSD und Nasenmuschelvarianten, jedoch mit einigen regionalen Trends.3, 4 Kohorten aus dem Nahen Osten und Südasien berichten oft von NSD bei 70–80 % der bildgebend untersuchten Erwachsenen, während europäische und lateinamerikanische Stichproben häufiger im Bereich von 55–70 % liegen, was möglicherweise Unterschiede in Überweisungsmustern, kraniofazialer Morphologie oder Berichtsschwellen widerspiegelt.4, 8 Im Gegensatz dazu sind die relativen Häufigkeiten von Concha bullosa und paradoxer mittlerer Nasenmuschel bemerkenswert konsistent und liegen typischerweise regional bei etwa 30–40 % bzw. 20–30 %.3, 6
Abbildung 5: Ungefähre regionale Prävalenz der Nasenseptumdeviation
Veranschaulichende, choroplethenartige Zusammenfassung, die die geschätzte Prävalenz jeglicher NSD in den wichtigsten Weltregionen basierend auf repräsentativen CT-Kohorten zeigt.
Variantencluster und Osteomeatale Einengung
Mehrere CT- und CBCT-Serien belegen, dass eine hochgradige Nasenseptumdeviation (NSD) selten isoliert auftritt: Sie wird häufig von einer ipsilateralen Hypertrophie der unteren Nasenmuschel, einer kontralateralen Concha bullosa oder beidem begleitet, was zu einer mehrstöckigen Einengung im Klappenbereich und innerhalb des osteomeatalen Komplexes führt.4, 6 Brasilianische CBCT-Daten verknüpfen kombinierte Septum- und Muschelvarianten auch mit einer erhöhten Häufigkeit von Mukosaschwellungen der Kieferhöhle, wobei kausale Zusammenhänge weiterhin diskutiert werden.10 Solche Variantencluster sind besonders relevant für die Planung endoskopischer Zugänge zum Recessus frontalis, zum sphenoethmoidalen Komplex und zu endoskopischen Schädelbasis-Korridoren, wo verbliebene Abweichungen oder unerkannte pneumatisierte Nasenmuscheln den Zugang einschränken oder das Risiko iatrogener Verletzungen erhöhen können.
Variantencluster: NSD + Nasenmuschelanomalien
Hochgradige NSD, Concha bullosa und/oder Hypertrophie der unteren Nasenmuschel, die in Kombination wirken.
Osteomeatale Einengung
Progressive Verringerung der Querschnittsfläche des mittleren Nasengangs und des osteomeatalen Komplexes.
Erhöhte endoskopische Komplexität
Herausfordernderer Zugang, höheres Risiko einer unvollständigen Belüftung und Notwendigkeit einer maßgeschneiderten chirurgischen Strategie.
Abbildung 6: Konzeptioneller Ablauf von NSD–Nasenmuschel-Varianten-Kombinationen
Schematisches Flussdiagramm, das illustriert, wie Kombinationen aus hochgradiger NSD, Concha bullosa und Hypertrophie der unteren Nasenmuschel konvergieren können, um den osteomeatalen Komplex einzuengen und die chirurgische Planung zu beeinflussen.
Diskussion
Diese bildgebungsbasierte Synthese bestätigt, dass NSD und Nasenmuschelvarianten weltweit allgegenwärtig sind, mit einer ungefähren NSD-Prävalenz von etwa 70 % und Concha-bullosa-Raten von etwa einem Drittel in adulten CT- und CBCT-Kohorten.3, 4 Die Dominanz leichter bis mäßiger Abweichungswinkel und das häufige gemeinsame Auftreten von kontralateraler Concha bullosa und ipsilateraler Hypertrophie der unteren Nasenmuschel stützen die Ansicht, dass diese Befunde weitgehend koordinierte Entwicklungsvarianten darstellen und nicht diskrete pathologische Entitäten.6, 7
Aus klinischer Sicht mahnen die Daten davor, chronische Rhinosinusitis oder Gesichtsschmerzen allein auf das Vorhandensein von NSD oder Concha bullosa zurückzuführen, da mehrere große CT-Serien und systematische Übersichten keinen konsistenten, unabhängigen Zusammenhang zwischen diesen Varianten und dem Schweregrad der Sinuserkrankung nachweisen können, sobald andere Faktoren kontrolliert werden.3, 8 Dennoch verengt eine hochgradige NSD in Kombination mit ausgedehnter Concha bullosa oder Muschelhypertrophie eindeutig den nasalen Atemweg und den osteomeatalen Komplex und kann eine Septum- oder Muschelchirurgie rechtfertigen, wenn sie mit übereinstimmenden Symptomen und objektiven Luftstrom- oder endoskopischen Befunden korreliert.2, 10
Methodisch ist die Synthese durch Heterogenität in Definitionen, Bildgebungsprotokollen und Berichtsformaten limitiert. Einige ältere CT-Serien verwendeten grobe, binäre Klassifikationen für NSD und Muschelvarianten, während neuere CBCT-basierte Arbeiten quantitative Abweichungsindizes und automatisierte Segmentierung anwenden.5, 9 Zukünftige Forschung sollte standardisierte, winkelbasierte NSD-Graduierung, konsistente volumetrische Charakterisierung von Muschelvarianten und die Integration von computergestützter Luftstrommodellierung priorisieren, um statische anatomische Variationen besser mit funktionellen Ergebnissen zu verknüpfen.
Schlussfolgerung
Globale CT- und CBCT-Daten zeigen, dass NSD und Nasenmuschelvarianten extrem häufig sind und relativ geringe geografische Variation aufweisen. Während die meisten Abweichungen mild sind, weist eine beträchtliche Untergruppe von Erwachsenen – insbesondere jene, die zur Sinus- oder Septumchirurgie überwiesen werden – komplexe multiplanare Deformitäten und geclusterte Muschelvarianten auf, die den nasalen Atemweg und den osteomeatalen Komplex bedeutsam einengen.3, 4 Eine sorgfältige präoperative Beurteilung von CT oder CBCT unter Verwendung standardisierter Klassifikationen, quantitativer Abweichungsindizes und strukturierter Berichterstattung kann die chirurgische Planung verbessern, Komplikationen reduzieren und robustere Vergleiche in zukünftigen anatomischen und klinischen Studien ermöglichen.
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